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Jokkmokk ~ Im Reich der Sami

Wie findet ihr tagealte, trockene, papsige Aufbackbrötchen zum Frühstück?

 

Und wenn sie gegrillt sind?

Über einem Lagerfeuer?

 

Nun ja... Was anderes gibt's nicht!

Wir müssen doch unsere Delikatessen-zum-Frühstück-Reihe fortsetzen! Es kann doch nicht bei Erbsen aus der Dose bleiben!

 

Okay, okay, wir machen einen Kompromiss.

 

Wie findet ihr tagealte, trockene, papsige Aufbackbrötchen mit Marmelade zum Frühstück?

 

Und wenn sie gegrillt sind?

Über einem Lagerfeuer?

 

Komm schon! Lagerfeuer 🤗!

 

Aber jeder nur eins!

Als perfekte Pfadfinderin dauerte es natürlich nicht, bis das Gas im Feuerzeug (!!!) fast leer, bis wir das Feuer an hatten 😂. Sehr gut. 

Bestes Frühstück 😋

 

Gestärkt mit einer so ausgewogenen und vollwertigen Mahlzeit ging es zurück zu unserem Zelt im Wald und dann hatten wir noch einen Programmpunkt auf der Liste:

 

Mein Freund freute sich ganz besonders auf unseren Besuch im Sami-Museum. 

Und auch ich fand es richtig interessant und schön. Jedem Jokkmokk-Reisenden kann ich einen Abstecher dorthin nur wärmstens empfehlen. Unserer Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall. Der Eintritt liegt, meine ich, sogar nur bei 9€ pro Person und kommt vollständig der samischen Gemeinschaft zu Gute. Es wurde einfach alles über die Sami dort behandelt, sehr ausführlich und vielfältig. Überhaupt die ersten Menschen in Lappland, die Nomaden und irgendwann die Sesshaftigkeit, die mit der Domestikation der Rentiere einherging, wobei diese heutzutage als halb-domestiziert gelten. Die Koten, die traditionelle Behausung der Sami, Ernährung, die Erfindung der Skier, Duodji - Kunsthandwerk der Sami, welches auch im Museum verkauft wird. Ich könnte diese Aufzählung ewig fortführen.

Außerdem gibt es einen sehr spaßigen, interaktiven Part in der Teilausstellung "Laponia - Welterbe", welche auch sehr, sehr interessant ist. Zum Laponia-Welterbe gehören mehrere Nationalparks und Naturreservate in Schwedisch Lappland. Dabei handelt es sich um die letzte Wildnis Europas. Einzig die Sami hüten einige dieser Flächen, die jedoch größtenteils unberührt und sich selbst überlassen sind.

Wie wunder-, wunderschön!

Auch wir sollten noch das Glück haben, einen Teil von Laponia live zu erleben 💖. 

In der Ausstellung waren leider manche Teile des interaktiven Quizzes, bei dem man Punkte bzw. Rentierohren sammeln kann, außer Betrieb. Dennoch fanden wir die Idee großartig und freuen uns darauf, wenn wieder alle Teile in Betrieb genommen werden und der Museumsspaß komplett wird.

Eine ausführliche Informationsmappe gab es sogar auf Deutsch.

Wir machten eine gemütliche Kaffeepause im Museumsrestaurant und waren sehr dankbar für unsere Erlebnisse, unsere Reise und dass wir genau dort sein durften. 

Auch der Shop des Museums ist nicht zu verachten und bietet ein vielfältiges Angebot, darunter, wie bereits erwähnt, auch echte Sami-Kunst. Wir fanden beide tolle Souvenirs dort, für die wir am letzten Tag sogar nochmal hierher zurückkehrten.

 

Der Museumsbesuch war ein voller Erfolg und eines der Reise Highlights meines Freundes.

 

Wir beendeten unseren Museumsbesuch diesmal zeitlich perfekt, packten unser Zelt zusammen und waren diesmal endlich rechtzeitig zum Check - In am Hostel. Was waren wir froh darüber! Endlich wieder ein richtiges Bett. Wir konnten unser Glück kaum fassen.

Das Zimmer lag im Nebengebäude und war wunderschön eingerichtet. Schon von außen trat das Hostel im Gewand des typischen schwedenroten Holzes in Erscheinung und lag wunderschön in einem großen Garten.

Wir machten uns nochmal auf zu ICA, nachdem wir erstmal eine Stunde völlig fertig auf unseren Betten zusammengesunken waren.

 

Wir kochten heute Spaghetti mit Lachs, Spinat und Tomaten in Sahnesoße. 

 

Am nächsten Tag verbrachten wir den halben Tag im Hostel. Ich hatte schon mehrfach nach Anreisemöglichkeiten zum nahegelegenen Muddus Nationalpark geguckt, war aber bisher nicht wirklich fündig geworden. Öffentliche Verkehrsmittel waren hier rar gesät. Am Nachmittag wollten wir zum Polarkreis trampen. Es regnete furchtbar doll, schon den ganzen Tag. Besserung war nicht in Sicht.

Wir packten uns in unsere Regenkleidung ein und marschierten los. 

Doch das Trampen funktionierte auch hier so schlecht wie eh und je. Obwohl wir wirklich nach bemitleidenswerten Kreaturen aussahen.

Unsere Laune sank schnell und wir rechneten uns aus, dass das Café auch geschlossen sein würde, bis wir da ankämen. 

Wir entschieden, abzubrechen und zurück zum Hostel zu gehen. Wir waren klatschnass und schonwieder durchgefroren. 

Jetzt ein heißer Kakao und eine schöne heiße Suppe, oh ja.

Mein Freund kochte heute eins seiner Spezialrezepte: Lauchsuppe. 

Schmeckt jedenfalls viel besser als es klingt. 😁

 

Wir aßen schön und verbrachten einen gemütlichen Abend mit Stadt-Land-Fluss spielen. 

Jokkmokk war schon ein winziges Städtchen und ohne Auto gab es nicht viel Weiteres hier zu erleben, weswegen wir beschlossen, weiterzuziehen. 

Das nächste Ziel lag noch weiter nördlich und hieß Kiruna. 

Dort sollte es am nächsten Tag hingehen.

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